Bechstein Klavier Berlin

Bechstein Klavier Berlin

Bechstein Klavier Berlin: Dieses 1901 gebaute Bechstein Piano verkörpert nachstehend die Firmenphilosophie des Firmengründers Carl Bechstein. Großer runder Ton, Elfenbeinklaviatur und dem deutschen Klavierbauer Handwerk geschuldet, eine perfekte Auswahl der verbauten Materialien. Ende Mai 2016 ist dieses in unserer Meisterwerkstatt restaurierte Bechstein Klavier bei uns im Pianohaus Listmann zu bewundern und anzuspielen. Gerne dürfen Sie die Reparatur des Pianos begleiten und heutiges deutsches Klavierbauer Handwerk in unserer Meisterwerkstatt bestaunen. Außer Erneuerung von kompletten Saitenbezug, des Resonanzbodens, den Hammerköpfen und der Dämpfung frischen wird das mit Schellack polierte Gehäuse auf und polieren die gesamten Messingteile. Der Tastenbelag aus Elfenbein wird sanft gebleicht und poliert.   Abschließend wird die Mechanik und Klaviatur reguliert, das Bechstein Piano gestimmt und fertig intoniert. Das 126 cm hohe Konzertpiano kann dann wieder in neuer Klangfülle bestaunt werden. Der voraussichtliche Preis wird ca. bei € 7.700.- liegen.

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Carl Bechstein (* 1. Juni 1826 in Gotha; † 6. März 1900 in Berlin) war ein deutscher Klavierbauer, der 1853 in Berlin die Pianoforte-Fabrik C. Bechstein gründete.

Bechstein wurde 1840 im Alter von 14 Jahren zu dem Klavierbauer Johann Gleitz in Erfurt in die Lehre geschickt. Nach der Ausbildung arbeitete er bei verschiedenen Klavierbauern unter anderem auch in Dresden. 1846 oder 1848 (die Jahreszahl steht nicht genau fest) verschlug es ihn nach Berlin. Dort arbeitete er bei dem Klavierbauer Gottfried Perau, der ihn rasch zum Werkstattleiter beförderte. In der zweiten Hälfte des Jahres 1849 ging Bechstein erst nach London, später nach Paris, wo er seine Ausbildung vervollkommnete. Einer seiner Lehrer, der Elsässer Jean Georges Kriegelstein, ein erfolgreicher Unternehmer, brachte ihm die Grundzüge von Unternehmenspolitik und Geschäftspraktik bei.

Im Jahr 1852 ging Bechstein als Geschäftsführer zu Perau nach Berlin zurück. Nur ein Jahr später gründete er am 1. Oktober 1853 im ersten Stock eines Gebäudes, das Perau als Magazin diente, eine eigene Werkstatt. Innerhalb eines dreiviertel Jahres entstanden die ersten beiden Instrumente, die Bechstein ohne Unterstützung selbst baute. In den ersten sechs Jahren lieferte er 176 Klaviere und Flügel aus.

Bechstein heiratete 1856 Louise Döring aus Strausberg. Zu dieser Zeit hatte er bereits einen seiner wichtigsten Kunden kennengelernt: den Pianisten Hans von Bülow. Mit diesem verband ihn bald mehr als das Geschäftliche. Bülow hatte sich immer wieder – auch gegenüber seinem ehemaligen Lehrer Franz Liszt – über die Qualität der damals gebauten Flügel beschwert. Nicht selten kam es vor, dass die herkömmlichen Instrumente den Anforderungen der romantischen Klaviermusik und der damit einhergehenden Anschlagskultur von Pianisten wie Bülow oder Liszt nicht gewachsen waren. Das Material ermüdete zu schnell oder ging im Wortsinn in die Brüche. Bechstein baute einen Konzertflügel, der von Bülow am 22. Januar 1857 mit der Klaviersonate in h-Moll von Franz Liszt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Auftritt war eine Sensation; schnell war das Instrument verkauft.

Bis Ende 1860 hatte Bechstein 300 Flügel gebaut. Nach dem Tod Peraus im Jahr 1861, der auch das Ende der Klaviermanufaktur Perau bedeutete, expandierte das Unternehmen. 1862 wurde Carl Bechstein auf der Londoner Industrieausstellung mit der Silbermedaille geehrt. Als Geschenk an Richard Wagner bestellte König Ludwig II. von Bayern bei Carl Bechstein ein Kompositionsklavier, das Wagner größte Freude bereitete. Ab 1870 erhöhte sich die Produktion der Klavierfabrik auf ca. 500 Instrumente pro Jahr. Bechstein eröffnete in den Folgejahren noch zwei weitere Klavierfabriken und 1885 eine Auslandsdependance in London. 1892 wurde Bechstein zu Ehren ein Konzerthaus, der Saal Bechstein, eingerahmt von einer dreitägigen Musikfeier eröffnet. Der Höhepunkt seines Lebenswerkes war erreicht, als Carl Bechstein 1896 die Goldmedaille der Großen Berliner Gewerbeausstellung erhielt. Bechstein starb am 6. März 1900, knapp drei Monate nach dem Tod seiner Frau, und wurde auf dem II. Sophien-Friedhof

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